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3 Arten von Stress: Anzeichen und Folgen

3 Arten von Stress: Anzeichen und Folgen

Stressbezogene Arbeitsprobleme stehen an zweiter Stelle bei den Ursachen für den Arbeitsausfall – gleich nach den Muskel-Skelett-Erkrankungen. Stress, Depression und Angst sind die häufigsten Gründe, die im Kontext von arbeitsbedingten Beschwerden genannt werden. 2 von 3 Deutschen sind im Job gestresst; die Psyche ist die Ursache Nr. 1 bei Berufsunfähigkeit – so lautet die beunruhigende Statistik. Doch was bedeutet der Begriff STRESS eigentlich? Bildquelle Resilienz ist die Fähigkeit, das eigene Energieniveau auch unter erhöhtem Druck halten und mit disruptiven Veränderungen (= Stress!) fertig werden zu können. Bei der Forschung zu Resilienz bin ich auf eine interessante Tatsache gestoßen: Das Wort „Stress“ gibt es erst seit 1937. Wie man es davor genannt hat, weiß ich nicht, aber die heutige leistungsorientierte Welt mit ihren extrem hohen Anforderungen an die eigene Anpassungsfähigkeit ist ohne diesen Begriff nicht mehr vorstellbar. Er beschreibt das Gefühl, überfordert oder nicht in der Lage zu sein, mit mentalem oder emotionalem Druck fertig zu werden. Oder nach Wikipedia: Stress (englisch für ‚Druck, Anspannung‘) bezeichnet zum einen durch spezifische äußere Reize hervorgerufene psychische und physische Reaktionen bei Lebewesen, die zur Bewältigung besonderer Anforderungen befähigen, und zum anderen die dadurch entstehende körperliche und geistige Belastung. An sich ist Stress eine natürliche Abwehr des Körpers gegen reale oder eingebildete Gefahren: FIGHT – FLEE – FREEZE lauten die Handlungsoptionen in Stresssituationen. Doch egal wie intelligent unser Körper ist, er kann zwischen einer lebensbedrohlichen Situation und der Einbildung einer solchen nicht unterscheiden. Ob uns ein Bär angreift oder ein wichtiges Gespräch mit der Chefin ansteht – unser Körper reagiert in beiden Fällen gleich: Er überschüttet unser System mit Hormonen, um es darauf vorzubereiten, Gefahren zu vermeiden oder zu begegnen. Es gibt 3 Hauptformen von Stress*: Akut, Episodisch akut oder Chronisch. * nach der Definition der American Psychological Association (APA) AKUTER STRESS
Dieser Stress ist üblicherweise nicht von langer Dauer.

Akuter Stress wird meistens durch reaktives Denken verursacht. Negative Gedanken überwiegen in Bezug auf eingetretene Ereignisse oder bevorstehende Situationen. Ein unerwarteter Anruf von der Chefetage in der Urlaubszeit könnte einen solchen Stress verursachen oder beispielsweise die bevorstehende Deadline.

Anzeichen von akutem Stress können starke Emotionen, angespannte Muskeln, erhöhter Blutdruck, beschleunigte Atmung, verschwitzte Handflächen, Herzklopfen, Schwindel, Migräne, kalte Hände oder Füße, Kurzatmigkeit, Schlafprobleme und sogar Brustschmerzen sein.

Folgen: Akuter Stress gehört zum Leben dazu und man kann (und sollte!) lernen, ihm positiv zu begegnen. Kommt er jedoch zu oft vor, wird es für unsere körperliche und geistige Fitness schnell gefährlich. EPISODISCH AKUTER STRESS
Episodischer akuter Stress ist durch wiederkehrende, intensiv belastende Ereignisse gekennzeichnet.

Extrem knappe Fristen bei der Arbeit und dauerhafter Druck, Pflege eines erkrankten Angehörigen – all das kann zu episodisch akutem Stress führen.
Menschen, die das Gefühl haben, von einer Krise in die andere zu wechseln, haben es fast immer mit dieser Stressart zu tun: Sie übernehmen viele Aufgaben und können bei so viel Zeitaufwand meist nicht organisiert bleiben. Das kann nicht lange gut gehen.

Anzeichen von episodisch akutem Stress ähneln denen von akutem Stress, belasten den Körper jedoch zusätzlich aufgrund ihrer erhöhten Häufigkeit. Manchmal akkumulieren sich die Symptome.

Folgen: Mit der Zeit kann episodisch akuter Stress unsere soziales Leben sowie unser Arbeitsleben stark beeinträchtigen. Bei unzureichender Behandlung (Gegenmaßnahmen / Coping-Strategien / Resilienz-Training / Coaching) kann episodisch akuter Stress zu schweren Folgen wie Herzerkrankungen, Reizdarmsyndrom oder klinischer Depression führen. CHRONISCHER STRESS
Die Art von Stress, der uns über die Jahre zermürbt. Dauerstress über einen längeren Zeitraum, so die APA.

Chronischer Stress entsteht aus ernsthaften Lebensproblemen, die sich grundsätzlich unserer Kontrolle entziehen: Armut, Krieg, Gewalt und einiges mehr. Körperlich mit Waffengewalt konfrontiert zu sein, Kindheitstraumata zu erleben oder eine starke Diskriminierung erfahren zu haben, zum Beispiel im Rassismus-Kontext – all das kann dazu führen, dass wir das Leben als chronisch stressig empfinden, selbst wenn alles auf den ersten, oberflächlichen Blick, in Ordnung erscheint.

Das besonders Schlimme und Gefährliche am chronischen Stress ist, dass sich manche Menschen daran gewöhnen.

Anzeichen von chronischem Stress: man fühlt sich hoffnungslos, sieht keinen Ausweg aus der Ursache des Stresses und gibt die Suche nach Lösungen auf.

Folgen: Bleibt chronischer Stress über einen längeren Zeitraum unbehandelt, kann er körperliche Gesundheit erheblich und oft irreversibel schädigen und die psychische Gesundheit dramatisch verschlechtern.

In den schlimmsten Szenarien kann chronischer Stress zu einem körperlichen und geistigen Zusammenbruch führen, bis hin zu Selbstmord, gewalttätigen Handlungen, Tötungsdelikten oder Psychosen.

Es ist wichtig, sich keine Vorwürfe zu machen – Schuldzuweisungen werden nur noch mehr Schaden anrichten.
Menschen mit chronischem Stress benötigen eine sofortige und weitreichende medizinische sowie psychologische Behandlung. Fazit: Stress ist ein unvermeidlicher Teil unseres Lebens und obwohl nicht jeder Stress schlecht ist, ist zu viel davon natürlich ungesund. Es könnte hilfreich sein zu wissen, mit welcher Art von Stress wir es ggf. zu tun haben – damit wir besser damit umgehen bzw. dagegen vorgehen können. Wie wir Stress vorbeugen, damit besser fertig werden und sukzessive eine stärkere Resilienz aufbauen, wird in meinen nächsten Blog-Beiträgen genauer betrachtet. Besonders spannend ist dabei der Zusammenhang zwischen Stressresistenz und Emotionaler Intelligenz. Bildquelle

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5 Schritte zu einer bewussten Entscheidung

5 Schritte zu einer bewussten Entscheidung

Entscheidungen zu treffen ist nicht immer einfach, in bestimmten Situation sogar extrem schwierig. Je mehr von einer Entscheidung abhängt, desto zögerlicher wird sie manchmal getroffen. Emotionale Intelligenz macht Entscheidungsfindung strukturierter und übersichtlicher. Die Kompetenz der strategischen Entscheidungsfindung ist für eine effektive Führung unentbehrlich, denn die Ergebnisse dieser Entscheidungen haben erhebliche Auswirkungen auf die gesamte Wertschöpfungskette: Mitarbeiter, Kunden, den Markt und letztendlich den Erfolg des Unternehmens. Eine solche Kompetenz erfordert eine Kombination aus Wissen, Erfahrung und Intuition. Es erfordert auch einen klar strukturierten Prozess für die richtige Vorgehensweise. Ein solcher Prozess könnte so aussehen: SCHRITT 1 PROBLEM definieren! Unterstützende Fragen Was ist das Problem? Kann es gelöst werden? Ist es das Kernproblem oder ein Anzeichen eines übergeordneten, größeren Problems? Braucht es sofortige Aufmerksamkeit oder kann es warten? Verschwindet es irgendwann von selbst? Was passiert, wenn ich es ignoriere? Was ist mein Ziel, was soll nach der Entscheidung anders werden? Woran erkenne ich, dass das Problem gelöst ist? Stell dir vor, die Entscheidung ist bereits getroffen – was fühlst du? Was ist anders? EQ-Skills ➔ #FOKUS #ACHTSAMKEIT #IMPULSKONTROLLE SCHRITT 2 INFORMATION sammeln! Finde heraus, wie und warum das Problem aufgetreten ist Stakeholder: kommuniziere mit Menschen, die von dem Problem betroffen sind Fakten und Daten: eigene Beobachtungen, Forschung, Studien, glaubwürdigen Quellen Limitierungen: Ressourcen, personelle Engpässe Frage: Was sehe ich nicht? Was habe ich ausgelassen? Gibt es Widersprüche? EQ-Skills ➔ #SELBSERKENNTNIS #EMPATHIE #EIGENSTÄNDIGKEIT SCHRITT 3 OPTIONEN evaluieren! Eine Vielfalt an Optionen generieren und evaluieren Unterteile die Optionen in 4 Kategorien: 1. Vielversprechend 2. Mehr Informationen erforderlich 3. Können kombiniert oder eliminiert werden 4. Fraglich Wäge die Vor- und Nachteile jeder einzelnen Option ab, indem du dich fragst: Welche positiven und negativen Aspekte bringt diese Option für mich und andere Beteiligte? Was sind meine Zweifel an dieser Option und sind sie evidenzbasiert? Kann ich die Konsequenzen dieser Option akzeptieren? Werden ich es bereuen, mich für diese Option entschieden zu haben? Berücksichtige dabei die Kosten, mögliche (personelle oder Image-) Verluste, den Zeitfaktor für die Umsetzung usw. Denke in „Wenn/Dann"-Beziehungen oder „Was wäre, wenn ...?“ Frage dich, was die schlechteste Lösung ist. Fange an zu eliminieren. EQ-Skills ➔ #SELBSTMANAGEMENT #STRESSTOLERANZ #REALITYCHECK SCHRITT 4 BEST ACTION! Wähle die Option aus, die dich schnell und sicher zum Entscheidungsziel führt Berücksichtige bei der Entscheidung die Sachlage und die gesammelten Daten, benutze deine Intuition und setze deine emotionale Intelligenz ein. Akzeptiere bitte, dass die Lösung möglicherweise nicht perfekt ist. Kompromisse aus unterschiedlichen Lösungen können manchmal zum besten Entscheidungsergebnis führen. EQ-Skills ➔ #ANPASSUNGSFÄHIGKEIT #SELBSTBEHAUPTUNG #ENTSCHEIDUNGSFINDUNG SCHRITT 5 ENTSCHEIDUNG implementieren! Plan zur Umsetzung und Überwachung der Fortschritte bei der Entscheidung Schritt-für-Schritt-Prozess zur Lösung des Problems Kommunikationsstrategie zur Benachrichtigung von Stakeholdern Ressourcenzuweisung Zeitplan für die Umsetzung KPI's zur Messung des Fortschritts EQ-Skills: #EMPATHIE, #TEAMARBEIT, #KONFLIKTMANAGEMENT Wichtig: Jede wichtige Entscheidung wird auf der emotionalen Ebene vollzogen. Auch sachliche Entscheidungen bedürfen unbedingt unserer emotionalen Bestätigung – sonst werden sie uns langfristig nicht zufrieden stellen.

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Menschliche Emotionswelten und deren Kompetenzen. Kurzfassung.

Menschliche Emotionswelten und deren Kompetenzen. Kurzfassung.

Beispiele positiver Emotionen: Entspannt. Bedeutungsvoll. Enthusiastisch. Gefühlvoll. Attraktiv. Aufgeregt. Freundlich. Angereichert. Verspielt. Liebevoll. Einfühlsam. Erfolgreich. Verbunden. Wertvoll. Ermächtigt. Grenzenlos. Mitfühlend. Kreativ. Selbstsicher. Motiviert. Belebt. Präsent. Erfüllt. Würdevoll. Glücklich. Beispiele negativer Emotionen: Unglücklich. Inkompetent. Angespannt. Unsicher. Taub. Vernachlässigt. Gelangweilt. Einsam. Hoffnungslos. Selbstkritisch. Ungeliebt. Leer. Angsterfüllt. Besorgt. Mißverstanden. Depressiv. Wütend. Verwirrt. Reuig. Ärgerlich. Erbost. Rachsüchtig. Eifersüchtig. Gestresst. Es gibt einige wissenschaftliche Ansätze, wenn es darum geht, die menschliche emotionale Vielfalt zu beschreiben, sie nach bestimmten Mustern zu bündeln. Ich werde mich heute an das Autorenpaar Steven J. Stein und Howard E. Book wenden – und ihr Buch »Das EQ Potenzial. Emotionale Intelligenz als Schlüssel zum Erfolg.« zu Rate ziehen. Zuerst einmal zur Erinnerung, was ist EQ (Emotionale Intelligenz)? ➔ Beziehungsfähigkeit und Bewältigungsstrategien. Jemand mit hohem EQ ist dazu fähig, in allen Lebensbereichen gesunde sowie nachhaltige Beziehungen aufzubauen und Stress- bzw. Konfliktsituationen zu entschärfen oder sogar in etwas Positives umzuwandeln. Es ist ziemlich egal, wenn man einen hohen IQ (IntelligenzQuotient) besitzt, jedoch weder Kommunizieren, noch sich selbst Präsentieren gelernt hat; wenn man in Stresssituationen schnell in Panik geraten und auf andere Menschen nicht eingehen kann. Wurde uns die logisch-rationale Intelligenz also nur gegeben, damit wir daraus die emotionale Intelligenz ableiten können? ➔ Es ist wie immer eine gesunde Mischung aus der intellektuellen und der Lebensklugheit, die es uns ermöglicht, in dieser äußerst komplexen Welt zurechtzukommen. Also, unsere Emotionswelten und deren Kompetenzen. A. Innerpersönliche Ebene: sich selbst kennen und steuern Selbstwahrnehmung = die Fähigkeit, sich selbst zu erleben und das Wissen um die Wirkung auf andere Selbstbehauptung = die Fähigkeit, eigene Gefühle zu äußern und diese zu verteidigen Unabhängigkeit = die Fähigkeit, eigene Ziele zu setzen und diese selbstständig zu erreichen Selbstachtung = die Fähigkeit, eigene starke und schwache Seiten zu erkennen und sich trotz der Schwächen zu akzeptieren wie man ist Selbstverwirklichung = die Fähigkeit, eigenes Potenzial zu erkennen und auszuschöpfen B. Zwischenmenschliche Ebene: Interaktion mit anderen, effektive Kommunikation Empathie = die Fähigkeit, die Welt einer anderen Person aus ihren Augen zu betrachten Soziale Verantwortung = die Fähigkeit, ein verantwortungsvoller kleiner Teil eines großen Ganzen zu sein Beziehungsfähigkeit = die Fähigkeit, eine für beide (alle) Seiten vorteilhafte Beziehung aufzubauen und zu erhalten C. Anpassungsfähigkeit: Flexibilität und die Fähigkeit, Probleme zu lösen, sobald sie auftreten Problemlöseverhalten = die Fähigkeit, effektive Lösungen zu erarbeiten und umzusetzen Realitätsbewusstsein = Dinge so zu sehen wie sie sind. Ohne Ängste, ohne eigene Filter Flexibilität = die Fähigkeit, eigene Gefühle und Handlungen an die sich verändernde Umgebung anzupassen D. Stressmanagement: Stressbewältigung und Impulskontrolle Stresstoleranz = die Fähigkeit, physiologischen und psychologischen Stressfaktoren konstruktiv zu begegnen und sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen Impulskontrolle = die Fähigkeit, spontane Verlangen auszuscheiden oder zu unterbinden E. Allgemeine Gefühlslage Glück = die Fähigkeit, mit dem eigenen Leben zufrieden zu sein es zu geniessen Optimismus = die Fähigkeit, eine realistische und positive Einstellung zu bewahren – insbesondere bei negativen Umständen All diese Kompetenzen kann man entwickeln und trainieren. Es gibt eine große Anzahl an Coaching-Methoden, die im Rahmen eines Langzeit-Coachings für eine gesunde Balance innerhalb der EQ-Komponenten sorgen. Wer wissen will, wo er gerade in Bezug auf die Emotionale Intelligenz steht, kann mit einem EQ-Assessment anfangen. Ich arbeite mit EQ-i 2.0 – einem Tool, welches auf dem 1985er-Modell vom US-Psychologen Dr. Reuven Bar-On basiert, dem ersten Instrument, welches zur Messung der emotionalen Intelligenz entwickelt wurde. Dr. Bar-On ist der Erfinder des Begriffs "Emotionaler Quotient (EQ)". FAZIT: Die emotionale Fitness ist die Basis unseres Wohlbefindens. Bitte schenk dieser ganz besonderen Welt entsprechend viel Aufmerksamkeit: Es wird zwar Ressourcen kosten, du wirst jedoch dankbar sein, dieses Investment an Zeit und Mühe gemacht zu haben. .

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EQ in Aktion

EQ in Aktion

Wir alle kennen solche Menschen: jede Aufgabe gelingt scheinbar mühelos, alles wird mit Leichtigkeit angegangen und auch stressfrei erledigt. Diese Menschen sprühen vor Energie und verteilen sie großzügig an ihre Umgebung. Sie sind dabei weder verkrampft noch sind es Überperformer – es wird mit richtigen Prioritäten gearbeitet und dabei nicht versucht, anderen zu gefallen. Die Definition des Erfolgs erfolgt ausschliesslich durch eigenen Wertekompass. Man fühlt sich von solchen Menschen stets verstanden und inspiriert – woran liegt das? Unter anderem an ihrem EQ, dem Niveau der Emotionalen Intelligenz – der Wunderwaffe der Zukunft (als einzige menschliche Eigenschaft, die nicht durch KI ersetzt werden kann!). EQ = Emotional Quotient = EI = Emotional Intelligence = die Fähigkeit, eigene und fremde Emotionen wahrzunehmen und zu verstehen. Die eigene emotionale Ebene kontrollieren zu können, gehört ebenfalls zu den EQ-Kernkompetenzen. EQ ist nachweislich einer der wichtigsten Schlüsselindikatoren für die menschliche Leistung und Entwicklung. Menschen mit einem hohen EQ kommunizieren effektiver, bauen stärkere Beziehungen auf und entwickeln nachhaltige Bewältigungsstrategien. Die Resilienz steht übrigens ebenfalls im direkten Zusammenhang mit der eigenen Sozialen und Emotionalen Intelligenz. Der EQ kann gemessen, deutlich verstärkt und weiterentwickelt werden. Zum Wohle jedes Einzelnen und der Welt als Ganzes – denn sowohl positive als auch negative Emotionen sind ansteckend. Die gute Nachricht ist: EMOTIONALE INTELLIGENZ muss nicht angeboren sein und kann trainiert werden! Sobald wir die Bedeutung von EQ erkennen und entsprechende Skills stärken, werden wir die ersten positiven Veränderungen in unserem beruflichen und privaten Leben schon bald erkennen können. Unsere Umwelt wird es übrigens auch. MERKE: Dein EQ ist auf einem guten Niveau, wenn du in jeder Situation ausgeglichen bist und die Emotionen anderer Menschen positiv beeinflussen kannst.

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Emotionen sind ansteckend

Emotionen sind ansteckend

Emotionale Intelligenz hat unglaubliche Auswirkungen nicht nur auf unsere eigene Laune, sondern auch auf Launen anderer Menschen. Launen sind das Resultat unserer Emotionen – doch während man Emotionen nicht steuern kann (da sie auf der unterbewussten Ebene basiert sind), kann man Launen sehr wohl kontrollieren. Im Folgenden wird ersichtlich, warum unser EQ im täglichen Leben eine immense Rolle spielt. Man ist mit Freunden unterwegs, geht ins Lieblingsrestaurant essen und wünscht sich, der Abend würde ewig dauern. Und dann gibt es langweilige Meetings, wo man sich eine Zeitmaschine mit Turbospeed wünscht. Beides sind Fälle emotionaler Ansteckung, eine positive und eine negative. Wenn wir einen tollen Sonnenaufgang am Meer beobachten dürfen oder auf dem Konzert unseres Lieblingskünstlers sind und mit Tausenden von Menschen die Begeisterung teilen; oder wir sehen eine Welle beim Spiel unserer Lieblingsmannschaft – das sind alles Beispiele des Effekts von positiver emotionaler Ansteckung – ein uraltes Phänomen. Dieser Prozess der Einstimmung auf Emotionen anderer passiert in Millisekunden, also überwiegend unbewusst. Angenommen, man hat sich mit dem Ehepartner oder Nachbar gestritten. Zudem kommt man zu spät zur Arbeit (Carsharing der Wahl ging nicht, also die S-Bahn, mit Umsteigen), geht hinein und sagt "Guten Morgen!". Dass der Morgen alles andere als gut war, werden die Kollegen vielleicht nicht sofort erkennen – sie nehmen eventuell das gequälte Lächeln zuerst wahr. Du bist allerdings mit negativen Emotionen geladen, immer noch wütend wegen morgendlicher Vorfälle. Eben diese Emotionen stecken deine Kollegen an. Sie sind zudem auch noch verwirrt, weil sie das Lächeln in deinem Gesicht sehen, die "mentale Telepathie" jedoch bereits stattgefunden hat und sie über deine Laune Bescheid "wissen". Der Tag läuft eventuell aus dem Ruder, die Kollegen meiden einen den ganzen Tag und man selbst erkennt in jeder Geste ein feindliches Signal, den es in Wahrheit gar nicht gibt ... Der Tag ist dann nicht nur für einen selbst, sondern auch für weitere Menschen versaut. Man fühlt sich schlecht, versucht aber, das Gegenteil zu zeigen: Eine Handlung, die sehr oft im Alltag vorkommt. Manchmal aus Höflichkeit und gutem Ton, manchmal aus Angst vor Konsequenzen – was jedoch immer bei solchen Prozessen stattfindet, ist die Verkennung eigener Emotionen und die Unfähigkeit, diese zu steuern. Wie die Situation unter Einsatz von EQ-Skills verlaufen könnte: Hier wäre zuerst das EQ-Skill "Focus" gefragt. Diese Fähigkeit beinhaltet u.a., Anzeichen eines möglichen Konflikts zu erkennen (rechtzeitig, um Korrekturmaßnahmen zu ergreifen). In fortgeschrittener Form kann man von Achtsamkeit als Oberbegriff sprechen, wenn man den EQ-Grundstein "Fokus" beherrscht. Unser Held hätte sich womöglich gar nicht erst mit seinem Nachbarn oder seiner Frau gestritten – denn zum "Fokus" gehört auch eine erhöhte Aufmerksamkeit und Geduld mit anderen. Das Erkennen des negativen Einflusses von Stress und Angst ist eine weitere Fähigkeit, die mit EQ trainiert wird. Unser fiktiver Mensch wäre sich dessen bewusst, dass das Zuspätkommen an sich viel harmloser ist als das, was er getan hat: ein ganzes Team (unterbewusst) mit schlechten Vibes anstecken. Die nächste Grundsäule der Emotionalen Intelligenz ist die Emotionale Balance. Auslöser besser verstehen und sie schneller stoppen bzw. kontrollieren können. Der erfundene Mitarbeiter hätte gewusst, welche Auswirkungen ein Streit oder ein Zuspätkommen auf seine Laune haben kann und hätte diese – mit bestimmten Routine-Übungen – verhindern können. Eigene Emotionen erkennen und sie je nach Situation modulieren können, auch wenn die Emotionen äußerst intensiv sind – das ist EQ in Aktion. Fazit: Bei Interaktion mit anderen Menschen werden unsere "unsichtbaren" Emotionen sichtbar. Insbesondere für jemanden, der sich bereits mit Emotionaler Intelligenz befasst hat – und somit Emotionen anderer sehr schnell ablesen kann. :-) Emotionen lassen sich rapide auf andere Menschen oder gar Menschengruppen übertragen, das ist ein grundlegender Prozess – emotionale Ansteckung. Wir verbreiten unsere Emotionen, Gefühle und Launen viel schneller als dass wir oder die Empfänger das realisieren können. Oben habe ich ein klassisches Beispiel angeführt, welches die Wichtigkeit der Emotionalen Intelligenz buchstäblich vorführt. Wenn wir uns unserer eigenen Emotionen nicht bewusst sind – wie können wir dann damit leben, dass diese Prozesse auch noch eine so große Auswirkung auf andere Menschen haben? Stattdessen können wir Emotionen effektiv nutzen, um eben solche Auswirkungen auf andere viel besser berücksichtigen zu können. Dafür müssen wir endlich anfangen, uns mit ihnen auseinanderzusetzen. Denn dies ist der grundlegende Prozess für den Aufbau besserer Beziehungen und einer effektiven Führung. #EQ #EI #EmotionaleIntelligenz #Emotionen #Laune #EQSkills #Fokus

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