Menschliche Emotionswelten und deren Kompetenzen. Kurzfassung.



Beispiele positiver Emotionen:

Entspannt. Bedeutungsvoll. Enthusiastisch. Gefühlvoll. Attraktiv. Aufgeregt. Freundlich. Angereichert. Verspielt. Liebevoll. Einfühlsam. Erfolgreich. Verbunden. Wertvoll. Ermächtigt. Grenzenlos. Mitfühlend. Kreativ. Selbstsicher. Motiviert. Belebt. Präsent. Erfüllt. Würdevoll. Glücklich.

Beispiele negativer Emotionen:

Unglücklich. Inkompetent. Angespannt. Unsicher. Taub. Vernachlässigt. Gelangweilt. Einsam. Hoffnungslos. Selbstkritisch. Ungeliebt. Leer. Angsterfüllt. Besorgt. Mißverstanden. Depressiv. Wütend. Verwirrt. Reuig. Ärgerlich. Erbost. Rachsüchtig. Eifersüchtig. Gestresst.

Es gibt einige wissenschaftliche Ansätze, wenn es darum geht, die menschliche emotionale Vielfalt zu beschreiben, sie nach bestimmten Mustern zu bündeln. Ich werde mich heute an das Autorenpaar Steven J. Stein und Howard E. Book wenden – und ihr Buch »Das EQ Potenzial. Emotionale Intelligenz als Schlüssel zum Erfolg.« zu Rate ziehen.


Zuerst einmal zur Erinnerung, was ist EQ (Emotionale Intelligenz)?

Beziehungsfähigkeit und Bewältigungsstrategien.


Jemand mit hohem EQ ist dazu fähig, in allen Lebensbereichen gesunde sowie nachhaltige Beziehungen aufzubauen und Stress- bzw. Konfliktsituationen zu entschärfen oder sogar in etwas Positives umzuwandeln.


Es ist ziemlich egal, wenn man einen hohen IQ (IntelligenzQuotient) besitzt, jedoch weder Kommunizieren, noch sich selbst Präsentieren gelernt hat; wenn man in Stresssituationen schnell in Panik geraten und auf andere Menschen nicht eingehen kann.

Wurde uns die logisch-rationale Intelligenz also nur gegeben, damit wir daraus die emotionale Intelligenz ableiten können?


➔ Es ist wie immer eine gesunde Mischung aus der intellektuellen und der Lebensklugheit, die es uns ermöglicht, in dieser äußerst komplexen Welt zurechtzukommen.


Also, unsere Emotionswelten und deren Kompetenzen.


A. Innerpersönliche Ebene: sich selbst kennen und steuern

  1. Selbstwahrnehmung = die Fähigkeit, sich selbst zu erleben und das Wissen um die Wirkung auf andere

  2. Selbstbehauptung = die Fähigkeit, eigene Gefühle zu äußern und diese zu verteidigen

  3. Unabhängigkeit = die Fähigkeit, eigene Ziele zu setzen und diese selbstständig zu erreichen

  4. Selbstachtung = die Fähigkeit, eigene starke und schwache Seiten zu erkennen und sich trotz der Schwächen zu akzeptieren wie man ist

  5. Selbstverwirklichung = die Fähigkeit, eigenes Potenzial zu erkennen und auszuschöpfen

B. Zwischenmenschliche Ebene: Interaktion mit anderen, effektive Kommunikation

  1. Empathie = die Fähigkeit, die Welt einer anderen Person aus ihren Augen zu betrachten

  2. Soziale Verantwortung = die Fähigkeit, ein verantwortungsvoller kleiner Teil eines großen Ganzen zu sein

  3. Beziehungsfähigkeit = die Fähigkeit, eine für beide (alle) Seiten vorteilhafte Beziehung aufzubauen und zu erhalten

C. Anpassungsfähigkeit: Flexibilität und die Fähigkeit, Probleme zu lösen, sobald sie auftreten

  1. Problemlöseverhalten = die Fähigkeit, effektive Lösungen zu erarbeiten und umzusetzen

  2. Realitätsbewusstsein = Dinge so zu sehen wie sie sind. Ohne Ängste, ohne eigene Filter

  3. Flexibilität = die Fähigkeit, eigene Gefühle und Handlungen an die sich verändernde Umgebung anzupassen

D. Stressmanagement: Stressbewältigung und Impulskontrolle

  1. Stresstoleranz = die Fähigkeit, physiologischen und psychologischen Stressfaktoren konstruktiv zu begegnen und sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen

  2. Impulskontrolle = die Fähigkeit, spontane Verlangen auszuscheiden oder zu unterbinden

E. Allgemeine Gefühlslage

  1. Glück = die Fähigkeit, mit dem eigenen Leben zufrieden zu sein es zu geniessen

  2. Optimismus = die Fähigkeit, eine realistische und positive Einstellung zu bewahren – insbesondere bei negativen Umständen

All diese Kompetenzen kann man entwickeln und trainieren. Es gibt eine große Anzahl an Coaching-Methoden, die im Rahmen eines Langzeit-Coachings für eine gesunde Balance innerhalb der EQ-Komponenten sorgen.


Wer wissen will, wo er gerade in Bezug auf die Emotionale Intelligenz steht, kann mit einem EQ-Assessment anfangen. Ich arbeite mit EQ-i 2.0 – einem Tool, welches auf dem 1985er-Modell vom US-Psychologen Dr. Reuven Bar-On basiert, dem ersten Instrument, welches zur Messung der emotionalen Intelligenz entwickelt wurde. Dr. Bar-On ist der Erfinder des Begriffs "Emotionaler Quotient (EQ)".


Die emotionale Fitness ist die Basis unseres Wohlbefindens. Bitte schenk dieser ganz besonderen Welt entsprechend viel Aufmerksamkeit: Es wird zwar Ressourcen kosten, du wirst jedoch dankbar sein, dieses Investment an Zeit und Mühe gemacht zu haben. .

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